Unter diesem Begriff werden Maßnahmen zusammengefasst, durch die Planer und Betreiber baulicher und technischer Anlagen Brände und ihre Folgen vermeiden oder vermindern können. Hierbei wird unterschieden zwischen baulichem Brandschutz, anlagentechnischem Brandschutz, organisatorischem und betrieblichem Brandschutz und abwehrendem Brandschutz. Durch Gesetze, Vorschriften und Richtlinien sollen folgende gesellschaftlich vereinbarten Schutzziele erreicht werden:

  1. Schutz vor Feuer und Rauch
    (Entstehung eines Brands und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen)
  2. Rettung von Menschen und Tieren
    (Rettungs- und Fluchtwege vorsehen und kennzeichnen)
  3. Wirksame Löscharbeiten
    (z.B. Maßnahmen zur Löschwasserversorgung oder Entrauchung)
  4. Besondere Schutzziele
    (z.B. Schutz von Sachwerten oder Kulturgütern)

In der Baupraxis wird die Einhaltung des Brandschutzes durch die Landesbauordnungen gewährleistet, in denen das Erstellen eines Brandschutznachweis durch den Entwurfsverfasser oder einen Sachverständigen meist zwingend vorgeschrieben ist. Dieser enthält Anforderungen an die Flucht- und Rettungswege, Baukonstruktionen, technischen Anlagen von Gebäuden und baulichen Anlagen sowie ggf. organisatorische Vorgaben für deren Betrieb.

 

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Brandschutz